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Mensch und Tier finden eine gemeinsame Sprache

© zakalinka, Shutterstock.com

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Eins vorab: Menschen und Tiere sind individuelle Wesen und deshalb vollkommen gleichwertig. Sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner haben unterschiedliche Stärken, Schwächen, Talente und Fähigkeiten. Wer diese bei seinem Gegenüber entdecken möchte, muss sich auf ihn einlassen. Das wiederum geht am besten über die Kommunikation. Aber wie “unterhalten” sich Mensch und Tier?

Unsere Labradorhündin Lilly zum Beispiel benutzt vor allem die Körper- und Augensprache, wenn sie etwas mitteilen möchte. Und das geht so: Sie legt vorsichtig ihren Kopf auf meine Schenkel und schaut mich herausfordernd an. Wenn ich reagiere, folgt der nächste Schritt. Ich stehe auf und Lilly läuft freudig zur Tür oder zur Küche. Das lässt dann für mich die Schlussfolgerung zu, der Hund will Gassi gehen oder er hat Hunger. Das ist doch einfach, oder?

Tja, aber so einfach ist es doch nicht. Denn Hunde haben auch noch andere Bedürfnisse. Nehmen wir zum Beispiel das Liebesbedürfnis: Wenn Lilly kuscheln will, versucht sie, auf meinen Schoß zu hüpfen. Das gelingt in den seltensten Fällen, wie man sich vorstellen kann. Ein Labrador ist eben kein Schoßhund. Wir haben mittlerweile einen anderen Weg gefunden: Ich lege mich neben sie auf den Teppich und wir schmusen ausgiebig. (Knutschen auf der Couch ist verboten!)

Katzen kommunizieren nur, wenn sie etwas wollen

© Velazquez77, Shutterstock.com

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Kater Amigo reagiert ähnlich, aber trotzdem anders. Er stellt sich in die Küchentür und “schreit” mich mit aufgerissenem Katzenmaul regelrecht an. Ist doch klar, das bedeutet Hunger. Will der Kartäuser in den Garten, maunzt er vor der Terrassentür und kratzt mit einer Pfote am Holzrahmen. Auch wieder total verständlich. Und wenn er schmusen möchte, reibt er seinen Kopf an meinen Beinen und stupst mich sanft, wenn ich mich zu ihm hinunterbeuge. Katzen leben autark und kommunizieren meist nur, wenn sie etwas wollen.

Hunde aber wollen mehr: Sie möchten Begleiter des Menschen sein. Mit ihm Freud und Leid teilen. Das erfordert ein Verständnis auf höherer Ebene. Gehen wir davon aus, dass Kommunizieren nicht nur senden bedeutet, sondern auch empfangen, müssen wir uns wohl oder übel in das Tier hineinversetzen, um sein intuitives Verhalten zu verstehen. Die erste Voraussetzung dafür ist, dass der Mensch seinen vierbeinigen Begleiter ernst nimmt und sich mit seinen Bedürfnissen arrangiert. Wenn er dann noch akzeptiert, dass ein Tier als Tier leben, sich bewegen und mitteilen möchte, dann ist eine gute Basis für eine nonverbale Kommunikation geschaffen.

Hunde möchten verstehen und verstanden werden

Das hört sich alles komplizierter an, als es ist. Kinder zum Beispiel sind viel intuitiver und verstehen Tiere spontan. Mit der Zeit verlernen sie leider, auf ihr Bauchgefühl zu hören und verlieren so den direkten Kontakt zu den Vierbeinern. Also: Tierkommunikation kann jeder, er muss es nur trainieren. Je mehr sich der Mensch mit dem Tier befasst, umso enger wird die Bindung. Kennen Sie das Gefühl des blinden Verstehens? Man spürt förmlich, was der andere will oder sogar denkt. Genau das passiert auch zwischen Mensch und Tier.

Wenn ich plane, das Haus ohne Lilly zu verlassen, spürt die sensible Labradorhündin das schon Stunden im Voraus. Sie lässt mich nicht mehr aus den Augen oder sie legt sich direkt vor die Tür, damit sie kontrollieren kann, wann ich das Haus verlasse. Ist es dann soweit, setzt sie eine Jammermine auf und versucht ein letztes Mal, mich umzustimmen und sie mitzunehmen. Bleibe ich hart, schaut sie mir traurig hinterher. Herzzerreißend. Ich weiß aber, dass sie mir vertraut und werde deshalb immer so schnell wie möglich zurückkehren.

Tiere sind also bereits im Bilde, bevor der Mensch spricht. Sie haben die Gabe, unsere Emotionen und Gedanken sofort zu erfassen. Wir müssen dieses Sich-einfühlen-Können wieder lernen. Es gibt Naturvölker, die verlernen das nie. Ein gutes Beispiel sind die Indianer. Sie leben im Einklang mit der Natur und betrachten sich als Teil von ihr. Sie achten jeden Stein, jeden Baum und jedes Lebewesen. Sie sind davon überzeugt, dass ohne diese Einsicht das Gleichgewicht der Erde aus den Fugen gerät.

Ein entspannter Mensch ist ein guter Tierfreund

Also, was kann der Mensch tun? Erst einmal sollte er versuchen, mit sich selber ins Reine zu kommen. Mit der inneren Ruhe nimmt auch die Fähigkeit zur Empathie zu. Ein Hundebesitzer wird mit der Zeit instinktiv spüren, was sein Tier will. Eine wunderbare Erfahrung und Bereicherung für beide Seiten. Diese sogenannte stille Kommunikation (Telepathie) gelingt, wenn Zwei- und Vierbeiner gut harmonieren, sich vertrauen und respektieren. Danach folgt eine besondere Beziehung, die Mensch und Tier entspannt genießen können.

Fazit: Nehmen Sie sich Zeit für Ihren treuen vierbeinigen Begleiter. Lassen Sie sich auf ihn ein und erfahren Sie, was Mensch und Tier unzertrennlich machen kann.

Zu diesem Thema sind viele interessante Bücher erschienen. Anleitungen holte ich mir von der Schweizer Tierkommunikatorin Alexandra Fabits, die ihre Erfahrungen in “Tiere verstehen mit allen Sinnen” aufschrieb.

Unser Tipp: Verwöhnen Sie Ihr Tier mit den hochwertigen Frische-Menüs oder dem neuen hypoallergenen Nassfutter von Pets Deli. Denn Kommunikation geht auch über den Magen.

 

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