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Hilfe, die Zecken kommen!

Zecke auf einem BlattEs wird endlich wieder wärmer und wir freuen uns schon auf ausgedehnte Spaziergänge mit den Vierbeinern im Grünen. Doch kleine Plagegeister machen uns das Leben jetzt schwer: Zecken. Von April bis September ist Hochsaison für die gemeinen Blutsauger. Ein sehr milder Winter, wie wir ihn zuletzt hatten, und ein feuchtes Sommerwetter fördern zudem ihre Population.

Wie kann man einem Zeckenbiss vorbeugen?

Zecken-Schutzmittel

Auch wenn diverse Hausmittel sicherlich eine gewisse abschreckende Wirkung auf Zecken haben, werden diese nie so zuverlässig sein wie chemische Mittel, die beispielsweise der Tierarzt verordnet. Gerade Halsbänder und Spot-ons haben sich hier als besonders wirksam und empfehlenswert erwiesen, da diese – regelmäßig angewendet – einen permanenten Schutz gegen die Blutsauger bieten und sie schon vor dem Anbeißen abwehren.
Dies schützt dann vor der Übertragung der Krankheitserreger auf den Hund.
Wer lieber auf einen natürlichen Schutz setzen möchte, kann auf ägyptisches Schwarzkümmelöl zurückgreifen. Ein paar Tropfen der Nahrung beigefügt, macht es nicht nur das Fell glänzender, sondern macht den Geruch des Hundes für die Zecke weniger appetitlich.

Da manche Hunde häufiger und andere Hunde seltener von Zecken befallen werden, stellen sich Wissenschaftler die Frage, woran das liegt. Hierbei kommt der Geruch der Tiere ins Spiel. So wird vermutet, dass stärker riechende Hunde eine höhere Anziehungskraft auf die Blutsauger haben. Zu einem weniger intensiven Geruch unserer Vierbeiner trägt gesunde und natürliche Hundenahrung einen erheblichen Teil bei.

Impfung

Hunde können im Gegensatz zum Menschen gegen die Borreliose-Erreger geimpft werden. Danach ist unser Vierbeiner immerhin gegen die Borreliose geschützt, muss jedoch trotzdem vor Zeckenbissen geschützt werden, da andere Erreger weiterhin Schaden anrichten können. FSME und andere Krankheiten stellen also auch nach der Impfung noch eine Gefahr dar.

Zeckenbiss – ein Biss mit Folgen

vollgesaugte ZeckeDie etwa ein bis zwei Millimeter großen Plagegeister gehören zu den Spinnentieren aus der Ordnung der Milben, haben also acht Beine und sind meist braun bis schwarz. Hat eine Zecke sich mit dem Blut seines Wirts vollgesaugt, kann sie schon mal auf die etwa zehnfache Größe anschwellen und bis zu 1,5 cm groß werden. In diesem Stadium lässt sie sich einfach vom Hund abfallen. Bemerkt wird dies bis dahin meistens weder vom Vierbeiner noch vom Frauchen oder Herrchen. Doch die unscheinbaren Bisse können schwere Folgen für unsere Lieblinge haben. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten sind Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME). Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Bakterien aus dem Darm der Zecke verursacht wird. Diese Bakterien, Borrelien genannt, können sich über den gesamten Organismus ausbreiten. Dort befallen sie vor allem Organe, Gelenke und das Nervensystem des Hundes und richten schwere Schäden an. Auch FSME kann den Hund schwer krank machen, wobei die Enzephalitis jedoch von einem Virus verursacht wird, den die Zecke im Speichel hat. FSME verursacht hauptsächlich neurologische Beschwerden und kann sogar tödlich enden! Zecken sind also ein ernstzunehmendes Thema für Hund und Herrchen.

Mein Hund hat eine Zecke – was nun?

Die Zecke richtig entfernen

Wenn man an seinem Hund doch mal eine Zecke entdecken, sollte man diese am besten mit einer speziellen Zecken-Zange entfernen. Wer nur die Finger zur Hilfe nimmt, läuft Gefahr, die Zecke zu sehr zu quetschen und hierbei vermehrt Krankheitserreger aus ihr heraus – und in die Blutbahn des Hundes hineinzudrücken. Um mit der Zange nicht die Haut Deines Hundes einzuzwicken, sollte sie vorsichtig mit der Zange umschlossen und mit langsamen, gleichmäßigem Zug herausgezogen werden. Bitte nicht drehen – dadurch können Teile der Zecke abreißen und in der Haut stecken bleiben. Passiert dies, sollte die Stelle beobachtet werden und im Zweifelsfall ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Kontraproduktive Hilfsmittel gegen Zecken

In manchen Foren liest man von Ölen, Klebstoff oder anderen Mitteln, die man auf die festgebissene Zecke träufeln kann, um sie leichter vom Hund entfernen zu können. In manchen Fällen kann dies zwar wirklich dazu führen, dass die Zecke sogar von alleine vom Hund ablässt. Das Risiko, dass die Zecke in einen Stresszustand gerät und schädliche Körperflüssigkeiten absondert, sind dabei aber sehr hoch.

Zusammenfassung zum Thema Zecken

  • Die Hauptsaison der Zecken ist von April bis September
  • Eine Zecke sollte unter leichtem, geraden Zug mit einer speziellen Zecken-Zange entfernt werden
  • Ein regelmäßiger Zeckenschutz kann sehr gut zur Vorbeugung von Zeckenbissen und damit vor Krankheiten wie Borreliose und FSME beitragen
  • Gesunde Tiernahrung kann zu einem neutralen und für die Zecke weniger interessanten Eigengeruch Deines Hundes führen
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