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Es klingelt an der Tür, ein anderer Hund kommt uns entgegen oder oftmals genügen auch schon vorbeilaufende Menschen, die unseren Hunden den Anlass geben, ein Bellkonzert in fortissimo anzustimmen. Unerwünschtes Bellen kann schnell die Nerven von Tierhaltern strapazieren und zu Unruhe (besonders auch in der Nachbarschaft) führen. Wie Sie das unerwünschte Bellen kontrollieren oder stoppen können, das erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Unnötiges Gebelle – für Sie vielleicht!

Wir als Tierhalter müssen uns bewusst machen, dass das Kläffen, welches uns meistens als unsinnig und nervtötend erscheint, für unseren Hund einen triftigen Grund hat. Diesen Grund für das Bellen auszumachen, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Die häufigsten Gründe für lautstarkes Bellen und unserem Wunsch nach Anti-Bellen sind folgende:

  1. Aufmerksamkeitsbellen

Wenn unsere Hunde unausgelastet sind, sich langweilen oder zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, dann äußern sie das nicht selten durch Gebell. Lautes Bellen verschafft unseren Vierbeinern nämlich in jedem Fall Aufmerksamkeit – selbst wenn es ein genervtes Schimpfen von uns ist. Gehen Sie etwas länger mit Ihrem Vierbeiner spazieren, kaufen Sie ihm ein Spielzeug auf dem Ihr Hund bei Langeweile herumkauen kann oder spielen Sie selbst mit ihm – häufig hört das Bellen dann ganz von alleine auf!

  1. Abwehr- oder Verteidigungsbellen

Einige Rassen haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und bellen jeden potenziellen Feind oder Eindringling an, der sich seinem Herrchen/Frauchen oder dem Grundstück nähert. Das laute Bellen lässt unsere Vierbeiner für ihre Artgenossen bedrohlicher wirken und sagt in diesem Fall aus “Ey du, bis hierhin und nicht weiter. Meins!”. Auch bei Anzeichen eines drohenden Angriffs oder beim Aufreiten von Rüden auf läufige Hündinnen kommt es häufig zu Abwehr- oder Verteidigungsbellen. Dieses Bellen sollte generell nicht dann unterbunden werden, wenn unser Hund mit anderen Hunden kommuniziert und sich eventuelle mitteilen möchte oder verteidigt, da es wichtig für das persönliche Sicherheitsgefühl des Tieres ist.

Die Lösung: So gewöhnen Sie Ihrem Hund das Bellen ab

Der größte Fehler, den wir als Tierhalter machen, ist mit unserem Hund lauthals zu schimpfen, wenn er bellt. Wir bilden uns dann gerne ein, dass er unseren Unmut versteht und das Bellen in Zukunft unterlassen wird. Falsch gedacht: Unsere Schimpferei empfindet der Hund als ein Anfeuern, ein Bekräftigen seines eigenen Kläffens und sieht sich nur in seinem Verhalten bestätigt. Auch beim nächsten Mal wird deshalb garantiert wieder gebellt! Das richtige Verhalten wäre, unseren Hund zu ignorieren oder ihn mit einem erlernten Kommando zum Schweigen zu bringen.

Der paradoxe Trick

Dazu müssen Sie ihm paradoxerweise angewöhnen, auf Kommando zu bellen. Setzen Sie sich dazu vor Ihren Hund und nennen Sie das Kommando zum Bellen. Falls er bellt, belohnen Sie ihn, falls nicht bellen Sie selbst und warten bis Ihr Hund sie nachahmt – bei Erfolg belohnen Sie Ihren Hund.  Sobald Sie erreicht haben, dass Ihr Vierbeiner auf Kommando bellt, können Sie ihm beibringen, auf ein anderes Kommando hin (z.B. Nein! oder Ruhe!) mit dem Bellen aufzuhören. Achten Sie darauf, dass die Kommandos nicht schon “besetzt” sind und kurz.

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