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Mütter in der Tierwelt sind knallhart und schrecken vor Nichts zurück – sie kämpfen und töten für ihre Jungen oder lassen sich sogar selbst auffressen zum Wohle ihrer Nachkommen. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Einblick in die bewundernswerte, aber oft auch grausame Welt der Tiermütter.

Hundemütter – liebevolle Erzieher

© kukiat B, Shutterstock.com

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Hündinnen sind etwa 63-72 Tage schwanger. Die Dauer der Trächtigkeit bis zum Wurf variiert je nachdem, ob die Hündin vor oder nach der Ovulation gedeckt wurde und ein Ei befruchtet wurde. Am Ende des ersten Trächtigkeitsmonats vergrößern sich die Zitzen der Hündin allmählich. Ab dem 45 Tag beginnt sich bereits das Skelett des Fötus auszubilden. Erst im letzten Schwangerschaftsdrittel sieht man der Hündin auch die Schwangerschaft äußerlich an. Zu dieser Zeit werden die Welpen immer größer und der Bauchumfang der Hündin vergrößert sich sichtlich – je mehr Welpen der Wurf bringt, desto größer ist der Bauchumfang der Hündin. Sind die Welpen erst einmal auf der Welt, kümmert sich die Hundemutter liebevoll um ihre Kleinen. Ab der 5. Lebenswoche beginnt die Hundemutter mit der Erziehung der Welpen. Nach etwa 10 bis 12 Wochen beginnt sie dann, ihre Welpen allmählich immer mehr alleine zu lassen und greift nun auch mal durch, wenn die Kleinen zu frech werden. Das ist zumeist die Zeit, in der die Welpen von der Mutter getrennt werden oder die Beziehung nicht mehr so intensiv familiär ist wie in der Welpenphase.

Katzenmütter – strenge Löwenmamas

©Vasilyev Alexandr, Shutterstock.com

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Auch bei Katzen dauert die Schwangerschaft etwa 63 bis 67 Tage. Genau wie bei uns Menschen, haben auch Katzen fruchtbare Hochphasen, in denen sie besonders schnell schwanger werden. Bei Katzen trifft diese sogenannte “Rolligkeit” oder “Raunze” etwa alle drei Wochen ein. Auch bei Kätzinnen sieht man in den ersten Wochen nicht viel von der Schwangerschaft, sondern erst im letzten Schwangerschaftsabschnitt. Katzenmütter sind sehr besorgt und bemüht um ihre Jungen und opfern sich regelrecht für die jungen Kätzchen auf – ist eine der Kleinen krank, kümmern sich Katzenmütter allerdings oft nicht von selbst um die kranken Tiere, weil sie in der freien Natur keine Überlebenschancen hätten. Katzenmütter sind also liebevolle Mütter, aber trotzdem knallhart.

Rabenmütter – zu unrecht kritisierte Supermütter

Das Sprichwort der “Rabenmutter” ist allseits bekannt als Synonym für schlechte Mütter – dieser üble Nachruf der Rabenmütter hat seinen Ursprung in der Bibel. In der Bibel gibt es einen Vers, der lautet “Wer bereitet den Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, weil sie nicht zu essen haben?” – Hiob 38:41. Dieser Trugschluss über fürsorglose Rabenmütter rührt wahrscheinlich daher, dass junge, bereits flügge Raben auf dem Boden gesichtet wurden, die scheinbar nach Essen betteln. Diese Exemplare sind dann besonders “bequeme” junge Raben, die sich bereits selbst versorgen können, es aber aus Bequemlichkeit noch ein paar Wochen weiter bei ihren Eltern versuchen. Rabenmütter sind, entgegen ihres üblen Nachrufs, hervorragende Mütter! Sie wärmen in den ersten zwei Wochen ihre Jungen fast ununterbrochen und füttern ihre Küken mit dem vom Vater besorgten Futter, indem sie es mühevoll zerkleinern. Die Rabenmütter selbst fressen erst, wenn ihre Brut satt ist. Nach sechs bis sieben Wochen fliegen die jungen Raben dann aus und werden trotzdem noch weitere zwei bis drei Monate im Familienverband von ihren Eltern versorgt.

Elefantenmütter – sanfte Familienkolosse

© Zhukova Valentyna, Shutterstock.com

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Elefanten sind ganz bemerkenswerte Tiere, wenn es um Familienzusammenhalt geht. Elefantenmütter sind ganze 22 Monate schwanger und das kleine Elefantenbaby wiegt bei der Geburt stolze 100-150kg – Respekt! Die jungen Elefanten werden etwa ein Jahr lang gesäugt. Elefanten gebären nur ein Junges pro Schwangerschaft und halten dieses in ihrer Familie. Die Dickhäuter gelten als hochentwickelte und intelligente Tiere mit komplexen Sozialstrukturen, die sich liebevoll um ihre Jungen kümmern. Die Mütter, Tanten und Geschwister kümmern sich ausgiebig um das Jungtier, während der Vater nur ab und an vorbeikommt. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Elefanten um verstorbene Familienmitglieder trauern und sich gegenseitig trösten.

Seepferdchen – wenn Schwangerschaft zur Männersache wird

Seepferdchen haben ein ganz besonderes Familienmodell entwickelt, auf das sie sicher die ein oder andere Leserin beneiden wird. Bei Seepferdchen ist das Austragen des Nachwuchses nämlich Männersache! Bei der Befruchtung legen die Weibchen ihre ca. 200 Eier in einer speziellen Bruttasche der Männchen ab. In dieser wachsen die Kleinen dann für zwei bis fünf Wochen zu kleinen Miniaturversionen ihrer Eltern heran. Nach der Geburt (das Männchen “spült” sie einfach aus der Bruttasche heraus) sind sie allerdings bereits vollkommen selbstständig und gehen ihres Weges. Auch das Familienleben der Seepferdchen ist bemerkenswert – sie leben paarweise und beginnen den Tag stets mit einem kleinen Paartanz-Ritual. Stirbt der Partner, überlebt der Andere meist auch nicht mehr lange. Romantiker könnten sagen, er stirbt an einem gebrochenen Herzen…

 

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