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Katzen haben sieben Leben, sagt der Volksmund. Dies schützt sie im wahren Leben jedoch  nicht vor den Gefahren des Alltags. Große Gefahren bergen etwa Nahrungsmittel, die giftig für Katzen sind und somit der Gesundheit der Vierbeiner schaden können. Pets Deli legt großen Wert auf das Wohl der Tiere. Deshalb informieren wir Sie hier umfassend, welche Nahrungsmittel giftig für Katzen sind.

Giftig für KatzenWas ist giftig für Katzen?  

Nur durch eine artgerechte Ernährung schaffen wir die Voraussetzung für ein gesundes Katzenleben. Deshalb sollten die Reste unserer eigenen Mahlzeiten niemals an Vierbeiner verfüttert werden. Nicht alle Lebensmittel, die wir Menschen zu uns nehmen, sind schließlich für Katzen geeignet. Es gibt viele Nahrungsmittel, die giftig für Katzen sind und schon in geringen Mengen schwere Reaktionen auslösen können. Deshalb darf Ihre Katze unter keinen Umständen eines der folgenden Nahrungsmittel zu sich nehmen: 

1. Zwiebeln  

Zwiebeln sind stark giftig für Katzen, egal, ob in gekochter, roher, getrockneter oder pulverisierter Form. Sie enthalten gefährliche Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen der Tiere angreifen. So kann der Verzehr von Zwiebeln bei Katzen zu Erbrechen, Durchfall oder einer Schleimhautreizung bis hin zu Blutarmut (Anämie) führen. Das Blutbild kann sich bereits durch eine wiederholte Aufnahme kleinerer Mengen verändern.

2. Knoblauch

Auch Knoblauch ist stark giftig für Katzen, denn er enthält schädliche Stoffe wie N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid. Durch den Verzehr von Knoblauch können schwere Vergiftungserscheinungen auftreten: Da die Magenschleimhaut stark gereizt wird, kann es zu Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen kommen. Mitunter wird Knoblauch zur Parasitenprophylaxe empfohlen – dies ist wissenschaftlich nicht fundiert und sehr umstritten. Deshalb sollten Sie Ihrer Katze unter keinen Umständen Knoblauch verfüttern.

3. Zwiebel- und Lauchgewächse

Neben Zwiebeln und Knoblauch sind jegliche Zwiebel- und Lauchgewächse gefährlich für Katzen. Zu diesen Gewächsen zählen etwa Bärlauch, Schalotten und Schnittlauch. Vor allem Schnittlauch ist häufig als Pflanze in der Küche oder auf dem Balkon zu finden. So interessant dieses Gewächs für Katzen auch sein sein mag: Er darf unter keinen Umständen von ihr verzehrt werden, da sonst Vergiftungserscheinungen drohen.

4. Milch und Milchprodukte

Kuhmilch und Milchprodukte sind nicht grundsätzlich giftig für Katzen. Sie enthalten jedoch Milchzucker (Laktose) und werden deshalb von erwachsenen Katzen nicht gut vertragen. Um Laktose im Dünndarm zu verstoffwechseln, wird das Enzym Laktase benötigt, das Katzen jedoch von Natur aus nicht besitzen. Bei einem unzureichenden Abbau der Laktose gelangt diese in den Dickdarm und wird dort vergoren. Die Folge können Verdauungsstörungen und kann eine Schädigung der Darmflora darstellen.

5. Weintrauben und Rosinen

Weintrauben und Rosinen können bei Katzen zu erhöhten Kalziumwerten und sogar zu Nierenversagen führen. Als weitere Symptome können Durchfall und Erbrechen auftreten. Aus diesem Grund sind Weintrauben und Rosinen hochgradig giftig für Katzen.

6. Alkohol

Alkohol enthält schädliche Stoffe, die ebenfalls starke Beschwerden auslösen können. Das darin enthaltene Ethanol birgt schon in kleinen Mengen die Gefahr einer Alkoholvergiftung. Dies kann bei Katzen zu Störungen der Koordinationsfähigkeit (Ataxie), Magenproblemen und  einer Schädigung der Leber führen. Eine besondere Gefahr birgt versteckter Alkohol in Pralinen oder in süßen Likören wie Eierlikör. Das in der Schokolade der Pralinen enthaltene Theobromin verstärkt die toxische Wirkung des Ethanols zusätzlich.

7. Kaffee und Tee

Kaffee und Tee gelten als Genussmittel für den Menschen und gehören unter keinen Umständen auf den Speiseplan von Katzen. Sie können bei Vierbeinern zu Symptomen wie Herzrasen, Muskelzittern, Erbrechen, Durchfall, Zittern oder Krämpfen führen.

Diese Genussmittel enthalten Coffein, Theophyllin und Theobromin – Stoffe, die stark giftig für Katzen sind. 100 Milliliter Kaffee weisen zwischen 60 und 100 Milligramm Koffein auf. Der Koffeinanteil im schwarzen Tee beträgt ungefähr die Hälfte. Schon ab einer Dosis von 80 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht kann Coffein tödlich für Katzen sein.

Darüber hinaus enthalten Kaffee und schwarzer Tee den Stoff Theobromin, der ebenfalls in Schokolade (Kakao) enthalten ist. Auch Theobromin kann schon in kleinen Mengen zu Vergiftungen bei Katzen führen.

8. Medikamente

Es versteht sich von selbst, dass Medikamente für Menschen niemals an Tiere gefüttert werden dürfen. So kann es fatale Folgen haben, seinem Tier in Eigentherapie etwa Schmerzmittel aus der Humanmedizin (zum Beispiel Paracetamol) zu verabreichen. Darauf reagieren Katzen sehr empfindlich und können starke Vergiftungserscheinungen entwickeln.

9. Putzmittel

Manche Putzmittel stehen ganz offen herum, wie das Spülmittel in der Küche oder die Seife im Bad. Ihre Katze wird beim Inspizieren der Wohnung sicher mal daran schnuppern und, je nach Duft, für gut oder schlecht befinden. Achten Sie darauf, wie Ihr Tier darauf reagiert und bewahren Sie das Putzmittel im Zweifelsfall in einem geschlossenen Schrank auf, denn Putzmittel sind in jedem Fall giftig für Katzen.

10. Schokolade

Schokolade erfreut sich bei uns Zweibeinern großer Beliebtheit. Aufgrund ihres hohen Zuckeranteils ist sie schon für uns nicht sonderlich gesund. Doch für Katzen ist sie schlichtweg gefährlich. Schokolade enthält, wie Kaffee und Tee, den Stoff Theobromin. Dies ist eine chemische Verbindung, die giftig für Katzen ist. Sie kann schon in kleinen Mengen Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Hecheln, verstärkte Atmung, Muskelzittern bis hin zu Krämpfen auslösen. Eine besonders hohe Menge Theobromin ist in dunkler Schokolade und in Kakaopulver enthalten. Daher sollten Sie Ihrer Katze niemals Schokolade oder andere Süßigkeiten zum Fressen geben.

11. Hefeteig

Der Verzehr von Hefeteig kann bei Katzen Magenschmerzen zur Folge haben, denn er gärt im Magen der Katze. Beim Gärungsprozess wird zudem Alkohol freigesetzt, der giftig für Katzen ist. Durch den Verzehr von Hefeteig kann eine Alkoholvergiftung bei Katzen auftreten, die mit schweren Symptomen wie Magenproblemen und einer gestörten Koordinationsfähigkeit einhergehen kann.

12. Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch gehört unter keinen Umständen auf den Speiseplan von Katzen. Durch den Verzehr dieses Nahrungsmittels können sich Katzen mit dem schädlichen Aujeszky-Virus infizieren. Dies kann zu einer unheilbaren Gehirn- oder Rückenmarksentzündung der Tiere führen. Außerdem kann rohes Schweinefleisch etwa durch Trichinen, Bandwürmer, Salmonellen oder Erreger der Toxoplasmose belastet sein. Daher birgt der Verzehr von rohem Schweinefleisch große Gefahren für Katzen.

13. Rohe Kartoffeln, Auberginen und Tomaten

Rohe Kartoffeln, Auberginen und Tomaten enthalten Solanin. Dieser Giftstoff schädigt die Schleimhäute von Katzen und kann zu Durchfall, Krämpfen und Atemlähmung bei Vierbeinern führen. Rohe Kartoffeln enthalten zudem einen hohen Anteil an Stärke, die weder für uns Zweibeiner noch für unsere Vierbeiner verdaulich ist.

14. Rohe Bohnen

Rohe Bohnen sind ebenfalls giftig für Katzen, da sie Phasin enthalten. Dieser Stoff kann die Proteinbiosynthese im Dünndarm hemmen und bei Katzen zu Gastroenteritis, Kolik und Krämpfen führen.

15. Gesalzene, geräucherte, gewürzte und konservierte Lebensmittel

Ebenfalls schädlich für Katzen sind gesalzene, geräucherte oder stark gewürzte Speisen sowie konservierte Lebensmittel. Diese belasten den Nierenstoffwechsel der Katzen und gehören daher nicht auf ihren Speiseplan.

16. Avocados

Avocados enthalten gefährliches Persin. Dieser Giftstoff kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Durch ihren hohen Fettgehalt können Avocados eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auslösen. Die Obstkerne der Avocado enthalten zudem Blausäure, die giftig für Hunde ist. Deshalb haben Avocados nichts auf den Speiseplan von Vierbeinern verloren.

17. Giftige Zimmerpflanzen

Viele Katzen interessieren sich erfahrungsgemäß auch für Zimmerpflanzen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Deshalb sollten Sie genau darauf achten, welche Zimmerpflanzen Sie in die Reichweite Ihres Vierbeiners stellen. Mit der falschen Auswahl können Sie auch hier bekanntlich Schaden anrichten. Denn: Nicht alles, was grünt und blüht, ist auch gut für Ihre Katze. Pflanzen wie Maiglöckchen, Engelstrompete, der im Winter beliebte Weihnachtsstern oder und weitere Sorten sind hochgradig giftig für Katzen. Giftig ist etwa auch Schnittlauch, der gern in der Küche und auf dem Balkon platziert wird. Deshalb: Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Zimmerpflanze genau, welches Gewächs Sie in Ihre Wohnung oder Ihr Haus stellen. So gefährden Sie Ihren Vierbeiner nicht unnötig.

Was tun, wenn die Katze etwas Giftiges gefressen hat?

Hat Ihre Katze etwas Giftiges gefressen, dann sollten Sie schnellstmöglich eine tierärztliche Praxis aufsuchen – idealerweise, noch bevor die ersten Symptome einer Vergiftung auftreten. Zu den Symptomen können etwa Zittern, Speicheln und Sabbern und krampfartiges Erbrechen zählen. Zeigen Sie dem Tierarzt immer die verdächtige Giftquelle (einschließlich der Verpackung) und bringen Sie gegebenenfalls angefressenes oder erbrochenes Material in einem Plastiksack verpackt mit. Unter keinen Umständen sollten Sie Ihrer Katze Milch, Eiweiß oder pflanzliche Öle verabreichen, da diese Mittel meistens kontraindiziert sind. Versuchen Sie niemals, eigenständig Erbrechen beim Tier auszulösen. Ihr Tierarzt wird wissen, was zu tun ist und die nächsten Behandlungsschritte einleiten.

Fazit

Mit einer ausgewogenen und artgerechten Ernährung können Sie die Gesundheit Ihrer Katze unterstützen. Auch wenn Katzen von Natur aus vorsichtig sind, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Vierbeiner keine Nahrungsmittel zu sich nimmt, die seinem Wohlbefinden schaden oder gar giftig sind. Nichts verloren auf ihrem Speiseplan haben deshalb Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Rosinen, Alkohol, Kaffee und Tee, Medikamente, Kaugummis und Bonbons, Leber, Hefeteig, rohes Schweinefleisch, rohe Kartoffeln, rohe Bohnen, gewürzte Speisen und giftige Zimmerpflanzen. Also: Vorsicht und Weitsicht sind angebracht, wenn Sie lange Freude an Ihrer Katze haben möchten. Denn auch sieben Leben können kurz sein.

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