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Ein Gastartikel der AGILA Haustierversicherung

Die im Oberbauch befindliche Bauchspeicheldrüse des Hundes übernimmt zwei wichtige Aufgaben: Zum einen unterstützt sie die Verdauung, zum anderen reguliert sie den Blutzuckerspiegel. Manchmal kommt es zu einer Entzündung des Drüsenorgans, dann spricht man von einer Pankreatitis. Das tückische an der Erkrankung: die Symptome sind vielfältig, das Erkennen und die Diagnose daher oft schwer.

Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hunden

©Jaromir, Shutterstock.com

So vielfältig die Symptome sind, so vielfältig sind auch die Ursachen. Bis heute konnte noch keine Ursache eindeutig ausgemacht werden, doch es gibt einige Auslöser, die häufig zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund führen. Dazu zählen Übergewicht, bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Cortison, Infektionen, die Rasse des Hundes, aber auch erbliche Veranlagung. Deutsche Schäferhunde, Schnauzer, Collie und Beagle leiden zum Beispiel häufiger unter der Krankheit.

Die Pankreatitis erkennen

Je nach Verlaufsgrad der Entzündung können verschiedene Symptome erkannt werden. Bei milden Verläufen wirken die Vierbeiner häufig schlapp und haben weniger Appetit. Ein bereits fortgeschrittener Krankheitsverlauf geht oft zusätzlich mit Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Verweigerung des Futters einher. Bleiben die Symptome unbehandelt, kann es zu tödlichen Schocksymptomen kommen, bei denen Herz, Lunge und Leber versagen. Ein weiteres Anzeichen für eine Pankreatitis beim Hund ist Austrocknung, häufig erkennbar an vermehrtem Durst.

Beobachten Sie genau, welche der genannten Symptome bei Ihrem Vierbeiner auftreten. Dies kann dem Tierarzt bei der späteren Diagnose ungemein helfen.

Bei Verdacht auf eine Pankreatitis gibt eine Blutuntersuchung in der Regel Aufschluss, dennoch lässt sich die Erkrankung durch diese Methode nicht hundertprozentig feststellen. Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen werden ebenfalls von Tierärzten durchgeführt, um weitere Hinweise zu erhalten. Eine zweifelsfreie Diagnose kann in den meisten Fällen nur per Gewebeentnahme gestellt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Erster Schritt bei der Behandlung einer Pankreatitis von Hunden ist oft das Ausgleichen des Flüssigkeitsverlustes. Die starken Schmerzen werden mittels Medikamenten gelindert und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. In besonders schwerwiegenden Fällen können auch Antibiotika helfen, ein Futterentzug über fünf bis sieben Stunden ist hierbei unerlässlich. Ohne Behandlung kann eine Entzündung des Drüsenorgans gravierende Spätfolgen wie eine Chronifizierung oder Schädigung anderer Organe verursachen. Begleiterkrankungen wie Hepatitis oder Entzündungen des Darms sind mögliche Folgen einer Chronifizierung.

Um einer Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Ihrem Vierbeiner vorzubeugen, empfehlen sich besonders fett- und eiweißarmes Futter sowie die Gabe von Enzymen (z.B. Pancrex oder Kreon) vor der eigentlichen Fütterung.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund kann bei genauer Beobachtung und rechtzeitiger Diagnose in der Regel gut behandelt werden. Mit einer gezielten und rechtzeitigen Behandlung lässt sich die Entzündung komplett beseitigen und die Bauchspeicheldrüse kann danach vollständig gesunden. Damit Sie sich bei Verdacht auf eine Pankreatitis und andere Erkrankungen Ihres Vierbeiners keine Gedanken über die Bezahlung der Tierarztkosten machen müssen, steht Ihnen eine Tierkrankenversicherung in solchen Fällen zur Seite!

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