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Hunde und Katzen spenden Trost und geben Wärme

Tiere als Trostspender

© Alena Ozerova, Shutterstock.com

Warum sehnen sich viele Kinder nach einem vierbeinigen Gefährten? Sie spüren intuitiv, dass ein Hund oder eine Katze sie verstehen und als Freund niemals enttäuschen wird. Dadurch wird das Urvertrauen stabilisiert, das im alltäglichen Leben immer mehr schwindet. Besonders die Kleinsten suchen ein Lebewesen, auf das sie sich bedingungslos verlassen können. Die Erwachsenen sind meist mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und haben nicht mehr so viel Zeit für ihren Nachwuchs. So sind die Kinder oft auf sich allein gestellt. Ein Vierbeiner kann hier helfen. Er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Spendet Trost oder gibt Wärme.

Tiere beeinflussen das Sozialverhalten positiv

Vielleicht sollte in diesem Fall nicht nur der Verstand sprechen. Hören wir auf unsere innere Stimme. Ein Vierbeiner bringt doch mehr als nur zusätzliche Arbeit. Er gibt so viel: Freude, Zuneigung und letztendlich Zufriedenheit. Ein Hund kann gleichzeitig ein Beschützer für die ganze Familie sein. Zudem weckt ein Tier bei Kindern das Verantwortungsgefühl und beeinflusst das Sozialverhalten. Hunde sorgen dafür, dass ihre Besitzer schneller Kontakte finden. Mit einem Vierbeiner an der Seite wird man respektiert. Das hilft gehemmten Kids.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Mädchen und Jungen, die ein Tier betreuen, weniger vor dem Fernseher hocken. Sie sind sportlich aktiver, lernen leichter und pflegen Freundschaften. Hunde oder Katzen bauen nicht nur Brücken zu anderen Menschen, sondern auch zu Familienmitgliedern. Tiere bringen Harmonie und Wärme ins Haus. Sie können Herzen öffnen und schaffen ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es entsteht eine entspannte Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen.

Katzen sind die absoluten Spitzenreiter

Bleibt noch eine Frage offen: Hund oder Katze? Alexandra Behrens-Eckers aus Berlin, ihr Mann Christian und die Töchter Clara (4 Jahre) und Charlotte (9 Jahre) haben sich für einen kleinen Hund entschieden. Explizit kam der Wunsch von Charlotte, die nicht locker ließ. Am 14.11.2015 nun war es nach langer Suche endlich soweit. “Wir holten die damals elf Wochen alte Bella beim Züchter in Leipzig ab”, erzählt die 32-jährige Alexandra und streichelt dabei liebevoll den niedlichen Toypudel. Den Tag wird die junge Frau nie vergessen, denn seitdem dreht sich alles um den schwarz-weißen Harlekin. Charlotte, die Neunjährige, wurde mit der Aufgabe betraut, am Wochenende morgens und mittags mit dem Hund eine kleine Runde zu drehen und ansonsten läuft sie morgens einmal mit ihm um die Kirche in der Nähe. “Diese Verantwortung tut meiner Tochter sehr gut”, betont Alexandra, “Clara, die Vierjährige, ist dafür noch zu klein.” Alle zusammen genießen sie die gemeinsamen Spaziergänge. Die einhellige Meinung: “Wir finden Bella super!”

Gehen wir nach der Statistik des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe, entschieden sich im vergangenen Jahr 7,9 Millionen Menschen in Deutschland für einen Hund und 12,9 Millionen für eine Katze. Der Stubentiger ist also Spitzenreiter bei der Haustierwahl. Warum? Katzen sind leichter zu halten. Sie brauchen ein warmes Plätzchen, ab und zu zärtliche Streicheleinheiten und eine saubere Katzentoilette. Apropos Hygiene: die steht bei jeder Katze an oberster Stelle. Fress- und Trinknäpfe müssen nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Ansonsten ist sie ein eigenständiges Lebewesen, das sich mehr oder weniger der jeweiligen Lebenssituation der Menschen anpasst. Wie eine Katze wirklich tickt, sollte ein Kind selbst herausfinden. Wann fühlt sie sich gestört, wann will sie spielen, wann fressen? Die “Katzensprache” kann jeder lernen, der sich intensiv mit dem Tier befasst. Erwachsene sollten dabei ihrem Nachwuchs unterstützend zur Seite stehen und mit gutem Vorbild vorangehen. Dann können Kinder und Katzen dicke Freunde werden.

Der Hund braucht Zeit und viel Zuwendung

Hunde brauchen viel Zuwendung

© Soloviova Liudmyla, Shutterstock.com

Anders sieht es bei einem Hund aus. Dieser Vierbeiner ist voll auf sein Herrchen oder Frauchen fixiert. Er braucht viel Zuwendung und muss täglich mehrmals Gassi gehen. Bei Wind und Wetter, wohlgemerkt. In einer zu kleinen Wohnung fühlt sich ein Hund nicht wohl. Er braucht Platz und – wie gesagt – viel Auslauf. Das wiederum bedeutet, dass der Zeitaufwand immens ist. Das sollte vor der Anschaffung klar sein. Natürlich verspricht jedes Kind, dass es sich immer um das Tier und seine Bedürfnisse kümmern wird. Aber meist ist es mit der Versorgung eines Lebewesens überfordert. Deshalb sollten alle Familienmitglieder mithelfen, um einem Hund gerecht zu werden. Impfungen, Wurmkuren und tierärztliche Kontrollen stehen an. Ganz zu schweigen von der Fellpflege. Ein Thema ist sicherlich auch die Hundesteuer. Zusätzliche Kosten kommen auf die Familie zu. Das alles gilt es zu beachten.

Sollten Sie sich trotzdem für einen treuen Begleiter entscheiden, tun Sie es aus vollem Herzen. Denn ein Tier ist kein Spielzeug, das man nach einigen Wochen in die Ecke stellen kann oder im Tierheim abgibt. Es ist ein Lebewesen, das unsere Achtung und unsere Liebe verdient.

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