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Ein Gastartikel der AGILA Haustierversicherung

Demenz bei Hunden und Katzen

Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und der fortgeschrittene Stand der Medizin ermöglichen es uns, immer älter zu werden. Doch nicht nur bei Menschen steigt die Lebenserwartung – auch Hunde und Katzen leben dank liebevoller Pflege und tierärztlicher Versorgung zunehmend länger. Mit ansteigendem Alter zeigen sich dennoch auch bei unseren Vierbeinern, die normalen Alterserscheinungen und bestimmte Erkrankungen treten häufiger auf. Eine bei Hunde- und Katzensenioren häufig vorkommende Erkrankung ist beispielsweise die Demenz.

Ursachen von Demenz bei Hunden und Katzen

Die altersbedingte Krankheit, wissenschaftlich auch als kognitives Dysfunktionssyndrom (CDS) bezeichnet, ist noch weitestgehend unerforscht. Fest steht jedoch, dass sich ähnlich wie beim Menschen, irreversible Plaque-Ablagerungen im Gehirn der Tiere bilden und dadurch die Leistungsfähigkeit des Denkorgans gesenkt wird. In der Regel zeigen Ein- bis Zweidrittel aller Hunde über sieben Jahre, Anzeichen von Demenz. Bei Katzen leidet im Schnitt rund die Hälfte der über 15-jährigen Samtpfoten unter CDS.

Demenz-Symptome richtig deuten

Aufgrund der Ähnlichkeit normaler Alterserscheinungen zu den Symptomen einer Demenz, ist es für Haustierhalter oftmals schwer die Krankheit als solche zu erkennen. So verändert sich bei dementen Tieren z.B. der Schlaf-Wach-Rhythmus, Lern- und Erinnerungsprobleme treten auf und das Gemüt wird ruhiger. Diese Symptome sind in vielen Fällen aber auch alterstypisch und müssen daher nicht sofort einen Grund zur Besorgnis geben. Es gibt jedoch spezielle Anzeichen, die auf eine Demenz bei Ihrem Vierbeiner hindeuten können.

Demenz bei Katzen

©Shebeko, Shutterstock.com

An CDS erkrankte Hunde und Katzen sind oft desorientiert. Sie laufen scheinbar ziellos umher, starren in die Leere oder an Wände, und suchen den Futternapf und den Schlafplatz. Ein besonders häufig auftretendes Symptom bei demenzkranken Hunden ist das Stehenbleiben während des Spaziergangs und ein verwirrtes Umherblicken. Demenzkranke Katzen haben häufig Probleme dabei die Katzentoilette zu finden – Unreinheit ist dann zumeist die Folge. Unsauberkeit kann aber auch bei Hunden ein Symptom für Demenz sein. Auch das Interaktionsverhalten der vierbeinigen Begleiter mit ihren Bezugspersonen verändert sich oftmals. Sie gehen mit bekannten Menschen (oder auch Tieren) anders um, indem sie beispielsweise keine Zuneigung mehr von ihrem Herrchen und Frauchen suchen und nicht mehr mit Artgenossen spielen. Bei demenzkranken Katzen kann man häufig beobachten, dass sie den Sprung auf die Fensterbank oder den Kratzbaum verfehlen und regelmäßig Mauzen, ohne dafür einen ersichtlichen Grund zu haben.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Einmal erkrankt, müssen Hunde und Katzen leider ein Leben lang mit der Krankheit leben. Auch wenn es einige Therapieansätze für ein Leben mit Demenz gibt, bietet die Medizin derzeit noch keine Heilmethode. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome bei Ihrem vierbeinigen Liebling beobachten, sollte der Verdacht schnellstmöglich durch einen Tierarzt überprüft werden. Denn bei CDS gilt: Je früher die Krankheit festgestellt wird, desto besser lassen sich die Symptome behandeln und somit mildern.

Der Tierarzt nutzt für die Diagnose das Ausschlussverfahren. Es gibt noch keinen Test, der eine eindeutige Diagnose ermöglicht. Zu Beginn müssen alle anderen, möglichen Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden. Erst dann kann eine auf das Tier individuell abgestimmte Behandlungstherapie erfolgen. Die Tierarztkosten für solch langwierige Diagnosen und Behandlungen können schnell ins Unermessliche steigen. Eine Tierkrankenversicherung springt in solchen Fällen ein – Sie können sich dann voll und ganz auf Ihren vierbeinigen Liebling konzentrieren und müssen sich keine Sorgen um die Finanzierung der Behandlungen machen.

In den meisten Fällen folgt nach der Diagnose eine medikamentöse Einstellung in Kombination mit verhaltenstherapeutischem Training. Bei solch einem Training wird mittels gezielter Methoden wie zum Beispiel Denkspielen und Gehirnjogging, das Denkorgan vom betroffenen Vierbeiner trainiert und somit fit gehalten. Neue Kommandos, Aktivitäten und Gassi-Routen fördern ebenso das Denkvermögen der Fellnasen.

Durch eine passende Behandlungstherapie kann die Lebensqualität von dementen Hunden und Katzen fast wie bei gesund alternden Artgenossen erhalten werden. Da Demenz eine schmerzfreie Erkrankung ist, können Sie Ihren treuen Begleiter mit viel Zuwendung, Liebe und einem intakten Umfeld ein ausgefülltes und glückliches Leben als dezentem Senior schenken.

 

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