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Mittlerweile sind nahezu alle Bundesländer in Deutschland betroffen und viele von uns sind auch schon an dem Schild “Geflügelpest – Sperrbezirk” vorbeigelaufen. Die Geflügelpest, Vogelgrippe oder auch Influenza-A-Virus H5N1 genannt, bezeichnet eine Infektionskrankheit bei Vögeln, die durch Grippeviren verursacht wird. Diese Form der Grippeviren wird oftmals von Wasservögeln wie z.B. Schwänen oder Enten in sich getragen, ohne dass der Virus die Tieren schädigt oder jemals bei ihnen ausbricht. Werden diese Viren allerdings auf Nutztiere wie Hühner oder Gänse übertragen, kann es dazu kommen, dass der Virus zu einer aggressiveren Form mutiert – das ist die Vogelgrippe, wie sie momentan durch alle Medien geht. Diese Form des Virus ist für die Vögel tödlich, er breitet sich rasend schnell aus und kann zu einer Epidemie führen. In unserem neuesten Artikel möchten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu der Geflügelpest beantworten und wie Sie Ihre Vierbeiner schützen können.

Besteht bei einer Tierseuche überhaupt Gefahr für Menschen?

© Grekov's, Shutterstock.com

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Renommierte Wissenschaftler und die Weltgesundheitsorganistation (WHO) befürchten, dass sich die Viren der Vogelgrippe mit denen der Grippe des Menschen vermischen könnten und dann ein sogenannter “Supervirus” entsteht. Ein Supervirus kann eine Pandemie auslösen, die in kürzester Zeit Millionen von Menschen umbringt wie z.B. die Pest im Mittelalter. Das ist natürlich nur eine Befürchtung und ein sogenanntes Worst-Case Scenario. Bei Einhaltung der Vorschriften zur Prävention und Eindämmung des Virus, besteht eine solche Gefahr nicht.

Können sich meine Haustiere anstecken oder ich mich selbst?

Es ist mittlerweile bekannt, dass sich Katzen, die einen infizierten Vogel fressen, mit der Vogelgrippe infizieren können. Eine Übertragung von Katzen auf Menschen konnte noch nicht festgestellt werden. Grundsätzlich kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch der Mensch bei engem Kontakt mit infiziertem Geflügel anstecken könnte, was aber eher unwahrscheinlich ist. Die Erreger werden über Kot und Sekrete ausgeschieden. Die Übertragung des Viru

s von Mensch zu Mensch wurde bisher noch nicht nachgewiesen oder festgestellt. Stadtbewohner brauchen keine Angst vor Tauben haben – eine Infektion durch diese Vogelart auf den Menschen wird derzeit ausgeschlossen.

Kann ich meinen Freigänger rauslassen oder mit meinem Hund spazieren gehen?

© Hailin Chen, Shutterstock.com

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Wenn Ihr Wohngebiet oder das Auslaufgebiet, in dem Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, in einem sogenannten Sperrbezirk liegt, dann sollten Sie Ihre Katze zunächst nicht mehr herauslassen oder dieses Gebiet mit Ihrem Hund meiden. Lassen Sie Ihren Freigänger ausschließlich im eigenen Garten laufen, wo Sie ihn beobachten können und ein Kontakt mit Wildvögeln ausgeschlossen ist. Ansonsten seien Sie wachsam und achten Sie darauf, dass Ihre Vierbeiner keinen Kontakt zu Vogelkadavern haben.

Kann ich Geflügel und Eier weiterhin essen und verfüttern?

Rohes infiziertes Geflügel und rohe Eier können die Erreger in sich tragen. Für den Menschen stellt das in der Regel jedoch keine Gefahr dar, da der Virus bei Kontakt mit Hitze zerstört wird und wir Geflügel nicht roh verzehren und auch rohe Eier nicht auf unseren Speiseplan gehören. Die Betriebe, die Geflügel züchten und verkaufen, sind strengen Regularien unterlegt und wurden bei Aufkommen der ersten Erkrankung eines Vogels mit der Vogelgrippe kontrolliert. Wenn festgestellt wurde, dass ein Vogel infiziert ist, werden vorsorglich auch alle anderen Vögel des Betriebes geschlachtet. Zudem gilt für Zuchtvögel derzeit die Stallpflicht – die Tiere dürfen ihre Ställe nicht verlassen und müssen in einem geschlossenen Gebäude gehalten werden, damit sie sich nicht von wildlebenden Vögeln anstecken können.

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